S’Friajahr
Jetz is vorbei de Wintazeid,
da Schnee gäd weg, es wead scho awa,
wenn wieda ois waxd und ausadreibd,
und d’Baam griang wieda greane Laba.
De Bleamal schiam aussa,
aus dem hartn Bodn,
und zoang se in de scheenstn Farbn,
a jede in am andern Ton.
De Vogal dean singa
und da Gugug dea schreit,
ja, jetz kimmts endlich wieda,
de scheene Friajahrszeit.
D’Felda wean zamgramt
und da Gartn wead gricht,
boid griagd des Ganze
a anders Gsicht.
Schee langsam weads wärma
und länga wean Tog,
ois fangt scho zum blian o,
i gfrei mi und sog.
Grias di Gott, Friajahr,
jetz bist endlich do,
de Sun duad so guad und
d’Impn fliang scho.
Dass a guads Obst gibt,
fia des dean sie sorgn,
sie fliang vo oana Blian zua andern
und dean an Nektar Hoam drogn.
An Honig deans macha,
den meng mia so gern,
dea is gsund und guad a nu,
do kon ma blos hoffn,
dass ned nu meahra sterbn.

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S’Gänsebleamal
Ganz im Friajahr siegt mas scho,
Massliebchen a genannt.
Wer kennt’s ned, des Gänsebleamal,
es is an jedm woi bekannt.
In da Wiesn, auf de Wegal,
schdreckt’s sein Kopf in Himme nei,
und steigst du moi aus Versehen drauf,
weasd seng, es schdäd glei wida auf.
Ja, des Bleamal duads uns zoagn,
du woast das scho, wos i do moan,
ja ned flagga bleim am Bodn,
do hod ja koana wos davo.
Schdä auf und glab ganz fest an di,
irgendwann do hauds scho hi.
Machs a so wias Gänseblemal
und richt die wieda auf,
wenn’s a im Winta fast verschwind,
im Friajahr daucht’s gwiss wieda auf.
Aber ned nur ois Vorbild dient’s,
na gsund is des scho a,
und schmecka duads wia kloane Nussal,
du konnst as a in Salod nei doa.
Fian Huastn und fian Mogn ois Tee,
i duas a eine ins Schelä.
De Kinda machan Kranzal fias Haar,
ja, de Gänsebleamal san einfach wunderbar.

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I bin’s, s’Wasser
Mi gibt’s vui auf dera Welt,
aber ned zum dringa,
meist bin i soizig und verdreckt,
und oft dua i scho schdinga.
Ihr brauchts mi zum Leben,
des is eich ned bewusst,
sunst schaugats bessa auf mi,
ihr wisst’s des, vaschliasst’s blos de Augn,
und vui vo mia is scho hi.
De Konzerne, de a Geld ham,
de kaffan mi boid,
dann miast’s ihr mi kaffa
so teia, ois waar i a Goid.
So wertvoi wea i amoi fia eich,
des kinnt’s ihr nu gar ned glam,
lang dauert’s nimma, dann is so weit,
und es bricht olles zam.
Drum, segnet’s mi und gebt’s auf mi Acht,
denn es konn sei und zwar über d’Nacht,
dass i wertvoi bin wia’s Goid,
und i frog mi, wer mi dann nu zoid.
Ihr Menschen, bet’s fia mi und bet’s fia eich,
weil’s Geld, des macht ned wirklich reich,
wichtiger is, mia san rein und klar,
des sog i als eicha Wasser und des is wahr.
In Liebe, eicha Wasser

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Engl gibt´s, des woaß i gwis
Engl gibt’s, des woaß i gwis,
und des ned nur im Paradies,
a wenn i saiba nu koan gseng hob,
ich hob oft gschbiad scho eana Gnad.
So mancher sogd, a so a Schmarrn,
doch ich hob scho vui Huif erfahrn,
vui Kraft hob i scho dadurch griagd,
dass mi vo do ned wegga ziagd.
Mei Engl sog’d, mia soin uns ned verliern,
sondern om und unt’n zamagriang,
des hoaßd den Himme auf d’Erden
runtahoin, s’Paradies erschaffn,
des is des, wos mia macha soin.
De Engl san nur de Vermittler
zwischen uns und Gott, sie san de
staadn Diener nur, und helfn in da Not.
Dea oane gschbiad’s, dea andere
siecht’s, i woas, das as gibt,
de Boten des Licht’s.
Nur drum, bittn mia’s ma’s scho,
weil eigreif’n deafn’s ned einfach so,
mia ham ja unsan frein Willn
und der städ oiwei an erster Stai,
do mischt se a koa Engl ei.
A jeda kon se frei entscheidn,
wos er aus seinem Lebn machd,
ob er an Engl glaubn duad,
oda ob er drüber lacht.
Leichta lem losst ses scho,
weil ma so manches obgem ko,
dass mia ned so vui drogn miassn,
mit an Engl an da Seitn
brauchst ned vadriassn.
Weils em ned nur in da
Kirch drin hängan,
sondern immer bei uns stängan,
sie san bei uns ja ollezeit,
und gem uns himmlisches Geleit.
Sie san mittn unta uns,
ned weit weg an Himme drom,
genauso wia a Mensch nu do is,
dea eigentlich scho lang is gschdorm.
Drum bedank di bei deim Beschützer,
solang du des nu konnst,
solang du nu hier auf Erdn und
ned beim Himmevadda wohnst.

ISBN 3-930403-25-0 (alt)
ISBN 978-3-930403-25-7
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