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ISBN 978-3-930403-11-0


Transformation
zurück zu Gott

 

Leseprobe aus dem Buch von Wilhelmine Schmitt, Reichenberg bei Würzburg

 

Raum- und Zeiterfahrung

 

Es ist irrig zu glauben, wir seien Wesen, die als Mensch zur Spiritualität finden müssen. Das genaue Gegenteil ist der Fall.

„Wir sind spirituelle Wesenheiten, die sich verkörperten, um durch Raum- und Zeiterfahrung zu unserem wahren Selbst zu finden, um es erneut vervollkommnen zu können.“

So gesehen lebt der Mensch hier in der Erdatmosphäre, damit er durch seine Lebensjahre Erfahrungen sammelt, die ihn reifen und wachsen lassen, um vollkommener zu werden. Er ist bemüht, das immer wieder aufs Neue angestrebte Ziel zu erreichen. Die größte Schwierigkeit besteht jedoch darin, dass jedes Individiuum bei seinem Eintritt in dieses Erdenleben sein Ziel, das es sich setzte, nicht mehr kennt. Da es nicht genügend mit sich kommuniziert, nicht mehr auf seine innere Stimme hört, zu stark nach außen orientiert ist, kann es die Botschaften seiner Seele nicht wahrnehmen. Dies bewirkt, dass die Seele immer unzufriedener wird - sich zu wehren beginnt. Sie sendet uns Signale durch Unzufriedenheit, Unwohlsein und schlechteTräume, um uns von unserer falschen Richtung abzubringen. Erkennen wir diese Hinweise nicht, wird unser ungutes Empfinden noch konkreter. Da wir nicht nach innen gehen, bemerken wir die Warnzeichen nicht, und unser Leben wird noch schwieriger. Immer öfter erschweren Hemmnisse unsere angestrebten Ziele, um uns erneut von unserer falschen Richtung abzubringen. Nachdem allen Hindernissen keine Bedeutung beigemessen wurde, wird die Sprache der Seele deutlicher. Wer nicht hören will - muss fühlen. So beginnt das vermeintliche Schicksal wirklich zum Schicksal zu werden. Im Extremfall erlebt dies der Mensch als Krankheit und als Schicksalsschläge. Er wird durch diese von seinem Vorhaben abgebracht, in die Ruhe gezwungen, um auf seine Seele zu achten. Dies ist die größte und letzte Möglichkeit für ihn, seine Bestimmung zu erkennen .Das Schicksal wird zur Chance, und so sollte der Mensch dies auch betrachten.
Für sehr viele Menschen sind Schicksal und Leid der beste Weg zur Veränderung ihres Lebensweges, denn sie werden durch diese Geschehnisse in die Transformation gezwungen, erhalten wieder eine Gelegenheit, ihr Ziel, das sie sich bei Antritt in diese Raum- und Zeiterfahrung vorgenommen haben, zu erreichen.

Nun werden Sie sich fragen: Wie erkenne ich, dass ich auf dem für mich bestimmten Weg bin?
Ein Mensch, der mit seinem Inneren in Einklang lebt, braucht sich diese Frage nicht zu stellen, er fühlt genau, was seine Bestimmung ist. Zufrieden mit sich und seinem Leben fühlt er, wenn er den von ihm selbst bestimmten Weg verlässt. Er erkennt die Disharmonie, die sich in seinem Inneren einstellt, als Hinweis und sorgt durch Sinneswandel für den nötigen Ausgleich. Dies ist für ihn nicht schwer, denn er kann beide Pole in sich wieder schnell in Harmonie bringen, da er Gut und Böse zu gleichen Teilen in sich akzeptiert. Auf seinem Weg beachtet er die rechte und die linke Seite, doch er geht immer in der Mitte, weil er weiß, dass dies für ihn die beste Lösung ist. Er akzeptiert auch einen Umweg, wenn er erkennt, dass dieser für ihn leichter zu beschreiten ist, denn nicht immer ist der kürzeste Weg der Schnellste.

Ein Mensch, der sich von seinem Zentrum zu weit entfernte, ist mit sich unzufrieden. Gut und Böse sind nicht mehr miteinander verbunden, sondern eigenständig geworden und bekämpfen sich gegenseitig. An diesem Punkt angelangt, ist er bemüht, die Seite in ihm, die ihn am meisten quält, zu befriedigen. Doch gerade, nachdem er den einen Pol besänftigte, beginnt der andere, da er vernachlässigt wurde, sich zu behaupten. So verbringt der von seinem Ziel abgekommene Mensch die meiste Zeit seines Lebens damit, abwechselnd den einen oder anderen Teil in sich zu befriedigen oder zu bekämpfen. Dies sind Umwege, die Zeit und Kraft kosten. Durch die verlorene Energie in seiner Wahrnehmung geschwächt, verirrter sich noch mehr, kommt immer weiter von seinem Weg ab. Hat dieser Mensch sein Ziel nicht mehr im Auge, gibt Gott ihm eine Chance und legt ihm Steine in den Weg. Diese sollen ihn von seiner falschen Lebensrichtung abbringen. Doch geschwächt in seinem Glauben und seiner Zuversicht durch die Anstrengungen seiner Irrwege, sieht und erkennt der Mensch diesen Hinweis nicht. Er pflügt und ackert sich wie ein Ochse den Weg frei, sieht die Erschwernisse nicht als Chance. So schreitet er in der falschen Richtung weiter, räumt alle Hindernisse hinweg und hadert mit seinem Schicksal. Sein Leben ist voller Mühe und Plage. Er sucht nach Auswegen, doch auch diese Bemühungen kosten Zeit und Energie. Noch mehr geschwächt, verliert er sein Ziel ganz aus den Augen.

Dies ist der Zeitpunkt, an dem der Mensch beginnt, die Schuld für seine Misere außerhalb von sich zu suchen und andere für seine Taten verantwortlich zu machen. Er hat vergessen, dass er hier ist, um sein Leben zu bewältigen, seine Aufgabe zu erfüllen und sich durch Nichts und niemanden von diesem Weg abbringen lassen wollte, dass man nur das ernten kann, was man gesät hat. Da er sich selbst blockierte und verlor, erfährt er nun Blockaden von außen, wodurch ihm sein Leben immer sinnloser erscheint. Die Weisheit des Hermes: Wie oben - so unten, wie innen - so außen, könnte ihm jetzt weiterhelfen. Sicher fühlt er es noch nicht, dass sein Leben keinen Sinn mehr hat, weil sein Innerstes mit Äußerem übertönt ist, Äußerlichkeiten seine innere Leere überdecken. Es ist die unbewusste Suche nach der Ganzheit, die er verloren hat, durch die Vernachlässigung seines Inneren. Diese Suche setzt sich solange fort, bis er, überfordert durch äußere Reize, keinen inneren Ausgleich mehr findet, das Schicksal ihn zur Veränderung führt. Kommen Sie daher nicht auf den Gedanken zu glauben: „Reichtum schafft inneren Frieden.“ Dies stimmt nur bedingt, vor allem nicht auf lange Sicht gesehen.

Ein Beispiel.

Wenn Sie in einen Spiegel schauen, sehen Sie das, was in den Spiegel hineinreflektiert wird - Ihre Gestalt, so wie sie ist. Es ist dem Spiegel nicht möglich, etwas wiederzugeben, was nicht vorhanden ist. Schauen Sie hinein und lächeln, wird er Ihnen Ihr lächelndes Gesicht wiederspiegeln. Er kann aber niemals ein trauriges Gesicht in ein lächelndes verwandeln. Sie spiegeln das nach außen, was in Ihrer Seele enthalten ist, und niemals umgekehrt.

Wollen Sie glücklich und zufrieden sein, gibt es nur eine Lösung, den Weg nach innen wieder zu finden, damit Sie die Sprache Ihrer Seele verstehen lernen. Haben Sie diese erlernt, werden Sie bemerken, dass Ihnen Ihr Innerstes auf alle Lebensfragen eine Antwort gibt. Hören Sie nach einer Entscheidung in sich hinein, und erspüren Sie was gut für Sie ist. Fühlen Sie sich wohl, leicht und frei, dann bleiben Sie bei Ihrem ...

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