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Meine Himmelfahrt

Jesus offenbart sich durch ein Medium




Leseprobe aus dem Buch von Gabriele Gaven, Melbourne - Australien

ISBN 978-3-930403-99-8

Meine Zeit in Indien, Tibet und Ägypten

 

 "Es ist jedem Menschen freigestellt,
seine Geistigkeit mit oder ohne Partner zu erreichen."

 

Als ich meine Idee, nach Indien zu reisen, der Familie mitteilte, sagte man mir, dass ich noch zu jung sei, um alleine eine solche Reise zu unternehmen. Meine Mutter war diejenige, die mein Vorhaben unterstützte. Sie machte mich auch auf die Schwierigkeiten aufmerksam, die in der Familie entstehen würden. Sie wusste, dass ich als jüngster Sohn die Familientradition mit in die nächste Generation nehmen sollte. Das bedeutete für mich zu heiraten, das väterliche Gewerbe zu übernehmen und die Eltern im Alter zu versorgen.
Meinen Vater traf meine Entscheidung besonders hart, denn er hatte seine ganze Erziehung darauf ausgerichtet, dass ich sein Gewerbe übernehmen sollte. Ich versuchte ihm zu erklären, welche Vorstellungen ich von meinem zukünftigen Leben hatte. Da er von meinem Vorhaben nicht begeistert war, beschloss er, einige Tage darüber nachzudenken.
Meine Brüder, die ebenso noch unverheiratet waren, wollten meinen Entschluss ebenfalls nicht annehmen, denn sie waren der Meinung, dass ich das Handwerk meines Vaters weiterführen sollte. Ich argumentierte, dass meine Brüder besser als ich dazu in der Lage sind, und genau wie ich im Betrieb des Vaters gearbeitet hatten.
Wie mir später meine Mutter berichtete, hatte sie damals die Vermittlerrolle übernommen und meinen Vater von der Richtigkeit meines Entschlusses überzeugt. Damals war ich mir nicht im klaren darüber, welche Kraft gewirkt hatte, die meinen Vater umstimmte. Waren es die Worte meiner Mutter - oder hatte mein Geist zum ersten Mal die Stärke meines Gottes in mir hervorgebracht? Ich versicherte meiner Familie mit der ganzen Kraft, die ich in mir hervorbringen konnte, dass ich meine Entscheidung sehr wohl durchdacht habe und ich mir meiner zukünftigen Lebensweise bewusst sei.
Wenn Sie, liebe Leser, eine Entscheidung für sich treffen müssen, sollten Sie immer wissen, dass es Ihr Geist, die höchste Kraft in Ihnen, ist ,der alles bewirken kann.

"So ist es!"

Als ich meine Reise antrat, wurden mir alle guten Wünsche von der ganzen Familie übermittelt. Ich hatte das Gefühl, als glaubten sie, dass ich eine Reise in die Ewigkeit antreten würde. Was sie und ich damals nicht wussten, ist, dass dies für mich tatsächlich eine Reise in die Ewigkeit war.
Die ganze Verwandtschaft war gekommen, um mir alle möglichen Hinweise und Unterstützung zu geben. Auf die einfachste Weise zeigten sie mir damit ihre Liebe. Meine Familie, das möchte ich hier einfügen, war jedem wohl gesonnen und wünschte jedem nur das Beste. Dadurch lernte ich, Jozho, dass die geistig-seelische Einheit die Grundlage ist, mit jedem Menschen in Zufriedenheit zu leben.

Mit meiner Auswanderung, so nannte man es schon damals, stellte ich meine Manneskraft auf die Probe. Während meiner Reise überkam mich an manchen Abenden die Sehnsucht nach meinen Eltern und Brüdern. Egal ob ich alleine war oder mit anderen zusammen mein Nachtlager teilte, oft überkam mich der Wunsch, in die Geborgenheit meiner Familie zurückzukehren. Nach einigen Monaten jedoch verlor sich diese Sehnsucht mehr und mehr. Nach einer gewissen Zeit wollte ich mich den Strapazen der langen Reise nicht mehr länger aussetzen und beschloss daher, sie zu beenden. Ich erkundigte mich, wie ich am besten in einen indischen Ashram gelangen könnte. Nach einigen irrigen Auskünften nannte man mir den Namen eines Ashrams in der nördlichen Hälfte Indiens, der mir gefühlsmäßig zusagte. Ich machte mich auf den Weg und blieb dort ca. vier Monate. Dann zog ich wieder weiter, nachdem man mir empfohlen hatte, in den Ashram "Aufnahme in die Sphären des Lichtes" zu pilgern, falls ich eine neue, meine Entwicklung voranbringende Erfahrung suchte. Diesen Ashram gibt es heute noch unter demselben Namen. Ich besprach mein Vorhaben mit meinem Master, da dieser mit den Mastern anderer Ashrams telepathisch in Kontakt stand. Ich fragte ihn, wie diese Art der Verständigung möglich sei. Er antwortete mir, dass diese Master, ebenso wie er, die Gabe besäßen, durch Telepathie, einer Art von geistigem Austausch über die Sphäre des Lichtkörpers, miteinander in Verbindung zu treten. Dabei verlässt während des Meditierens der Geist den Körper und verbindet sich mit dem Geist des Menschen, den man sprechen möchte. Der andere empfängt diese Energie und antwortet auf die gleiche Weise. Für Menschen mit dieser Fähigkeit ist es keine Schwierigkeit, sich mit anderen Menschen zu verbinden, um mit ihnen zu kommunizieren.

Durch das Leben im Ashram bemerkte ich sehr schnell, dass ich all meine Illusionen über mich noch besaß, und fasste den Entschluss, mich über die Möglichkeiten des Grenzenlosen zu informieren. Kurz nach meiner Ankunft bat ich deshalb, als Mönch dienen zu dürfen, was ich mir vor meiner Inkarnation vorgenommen hatte. Ohne irgendwelche Vergünstigungen oder Fürsprachen wollte ich dieselben Tätigkeiten ausführen wie alle anderen. Dazu zählte das Putzen, Fegen, Kochen, Waschen, Säubern der Fußböden und dergleichen. Ich habe genauso wie alle anderen Mitbrüder des Ashrams diese Arbeiten durchgeführt. Mein Stolz bekam damals bereits einen großen "Knacks", denn ich merkte, dass ich nicht die allermächtigste innere Kraft besaß, sondern genauso wie die anderen lernen musste, das eigene Ego richtig einzusetzen. Das Ego wird dem Menschen bereits mit der Geburt in die Wiege gelegt, was jedoch nicht bedeuten soll, dass die Menschen nur Ego sind. Ich musste Erniedrigungen hinnehmen, die ich von meiner Familie her nicht kannte, und erfuhr genau wie die anderen Mitbrüder die Autorität meines Master. Diese Erfahrung war für mich, der als junger Mann bisher von seinen Mitmenschen besonders nett und höflich behandelt wurde, sehr schwer. Ich musste auch niemals zuvor eine Tätigkeit ausführen, die nicht für einen Mann von Rang gedacht war, denn dies taten die Diener in unserem Hause. Dies war eine meiner härtesten Erfahrungen, die jeder erleben muss, der genauso wie...

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